Lou Reed. Berlin. Wien, 2. Juli 2008.

July 5th, 2008 by sugarmelon

Normalerweise, wenn Persönlichkeiten wie Lou Reed ein altes Projekt (”Berlin”) ausgraben und zum Besten geben, denke ich mir, der Artist benötigt dringend Geld. Kann das gut werden.

Lou Reed. Steht für mich symbolisch für meine Studienzeit in Hagenberg (Small Town), auch wenn ich schon vor dieser Zeit viele musikalische Begegnungen hatte. Perfect Day hat mich eine Zeit lang begleitet - nicht zuletzt durch Trainspotting. Ich mag die Einflüsse und die Querverbindungen zu Iggy Pop und David Bowie, den ich ja sehr schätze…

Lou Reed. Berlin. Wien/Vienna, 04.07.2008Lou Reed. Berlin. Wien/Vienna, 02.08.2008.Lou Reed. Berlin. Wien/Vienna, 02.08.2008.Lou Reed. Berlin. Wien/Vienna, 04.07.2008.

Mehr Bilder auf flickr

Berlin. 1973 veröffentlichte Lou Reed dieses Album, das mit düstere Werke, gewalttätige Beziehungen, Drogenabhängigkeit und Prostitution das Publikum provuzierte. Berlin ist heute ein Klassiker und wird vom Rolling Stone auf Platz 344 der Greatest Albums of all Time gelistet.

Das Konzert fand im Gasometer in Wien statt, wo es - zu meiner Überraschung - jede Menge freier Steh- und Sitzplätze gab. Es war also nicht ausverkauft. Die Qualität des Publikums hat mich nicht überrascht und war mir sehr sympatisch. 44 Euro fürs Ticket sind viel.

Lou Reed kam mit einem 30-köpfigen Orchester: Streicher, einem Chor, Kontrabass und jeder Menge elektronischer Gitarren. Meine Vorstellung vor dem Konzert war “imposant”: Ein Orchester, mit der Stimme von Lou Reed, eine Inszinierung mit Video von Julian Schnabl (Filmemacher, der Berlin verfilmt hat), das kann ja unter die Haut gehen.

Gleich nach den ersten Takten war mir klar, daß ich mir das nicht erwarten kann. Lou Reed kam mir in dieser Besetzung eher als “Special Guest” oder als “Aufputz” vor. Ein eher statisch wirkender Sänger, der unemotional seine Stücke singt und dazu Gitarre spielt. Ich hätte mir einen größere Auftritt erwartet. Mehr Persönlichkeit, die über die Bühne kommt. Lou Reed.

“Berlin” dauerte um die 55 Minuten und war gekennzeichnet durch unpassende “Jam Sessions” (Kommentar von FM4) und einer meiner Meinung nach einfach schlechten Inszinierung - das Video ging unter, die Bühne passte nicht zusammen.

“Berlin”, “Lady Day”, “Men of Good Fortune”, “Caroline Says (I)”, “How Do You Think It Feels”, “Oh, Jim”, “Caroline Says (II)”, “The Kids”, “The Bed”, “Sad Song”.

Caroline Says. Lou Reed, Berlin. Wien, 02.07.2008

Erst nachdem Lou Reed seine Zugaben mit alt-bekannten Songs spielte (zB Satellite of love), kam Bewegung auf. Eigentlich auch schade, daß das Publikum immer dann aufwacht, wenn die größten Erfolge “wiedergekaut” werden. Es ist egal ob es ein Reinhard Fendrich oder ein Wolfgang Ambros ist - das Prinzip ist immer gleich.

Ich dachte mir, wenn er jetzt nun auch “Perfect Day” spielt, ist es so, als ob Wolfgang Ambros “Schifoan” zum Besten gibt. Es war gut, daß Lou Reed es nicht gemacht hat.

Berlin hat mich nicht berührt. Es war kalt und unsympatisch. Aber vielleicht war es ja auch so gewollt. Ist ja Berlin das “deprimierendste Album der Geschichte” (lnterview mit Lou Reed und dem Tagesspiegel).

Enttäuschend fand ich auch, daß Digitalkameras beim Eingang sowie in der Konzerthalle penibelst kontrolliert und auch während des Konzerts abgenommen wurden (meine auch). Allerdings - die mediale Verwendung des Handys war erlaubt (Foto, Video, etc.).

twittipp: A try, filtering tips during the Euro08 with twitter.

July 4th, 2008 by sugarmelon

I am often starting online-tipp-games under my friends due to several events (f.e. www.sugarmelon.com/euro08/), if there are elections or there are sport-events. Usually I am having special created “HTML-pages” with input-fields, checking, and this whole HTML-Request-Resonse-Registration-Thing. I created Awareness usually with E-Mail, Skype or other messaging-systems. I wanted to find other possibilities.

I created www.sugarmelon.com/twittipp

Avoiding media-breaks and staying in one medium.
I asked myself “Why having a ‘media-break‘?” and “Why jumping from an e-mail or a messaging-tool to a webpage?” I was searching for the shortest way in delivering and getting information within the same “medium”.

The solution was twitter: Request and Response in one medium.
I implemented a small application, based on twitter. I sent out a twitter-message, that user should send their result to “Germany-Spain” and tag it with #euro08, #twittipp or directly to @twittipp. This test was fullfilled within a small target-group in Vienna.

twittipp by sugarmelon.comtwittipp by sugarmelon.comtwittipp by sugarmelon.comtwittipp by sugarmelon.comtwittipp by sugarmelon.com

Implementation and some special cases: Avoiding double and impossible votes.
I used PHP, twitter-functions and summize, for filtering the responses. I tried to catch special cases like

  • avoiding double-votes,
  • impossible votes, which are >10 goals on each side and
  • giving an overview about the average results/tipps.
  • filtering tipps and automatically recognition of winning-team (f.e. 4-2 for spain will be transformed into GER-ESP 2:4).

One of my targets was also getting in dialog and touch with the user and send him a twitter-message back.

Twitter overtook the registration-process, I had access to username, etc. Twitter also managed datahandling and datamining. Twitter is working as a powerful multi-dimensional entry-field.

Resume: The test worked wonderful.
The test worked perfectly, although, not a lot of people attended this game (10). The filter via summize worked, although there was a breakdown for more than three hours sunday morning.

Twitter-User josue from Spain was amazed, that his tipp was filtered to sugarmelon.com/twittipp by fortune and noticed this on his twitter-feed:

twittipp by sugarmelon.com

There have been some questions, why I do not have implemented such a thing before and only at the last game. The answer is clear: I was afraid about spending too much time with twittipp during the Euro. I know myself… I would have spent day and night with this application…

Next time again. Thanks for testing and participating!

Der Videorekorder, der Computer und Social Media oder “Die Kapitulation vor der digitalen Entwicklung”.

July 4th, 2008 by sugarmelon

Der Videorekorder, der Computer und Social Media oder Die Kapitulation vor Neuem.

Meine Großtante fragte mich, wie man ihren Videorecorder programmiert. Ich kann mich noch gut an die Zettel mit dem Programmier-Workflow und den gelb und rot angemalenen Knöpfen an der Fernbedienung erinnern.

Meine Großmutter bittet mich, die TV-Kanäle am Fernseher einzustellen. Sie bittet mich auch, ihre Telefonrechnungen durchzulesen, ob alles in Ordnung ist. Ich bin mir nicht ganz sicher ob sie das aktuelle Wetter im Teletext finden kann. Sie zeigt sich auf alle Fälle immer wieder begeistert, wenn ich es ihr zeige.

Meine Eltern fragen mich, wie man SMS am Handy liest. Sie fragen nicht, wie man die SMS am Handy schreibt. Sie haben allerdings ein Handy, Computer und Internet und ein eigenes Netzwerk zu Hause. Was ich gehört habe, bin ich nicht der einzige, der die neue Telefonnummer ins Handy der Eltern speichert.

Viele meiner Freunde und Bekannten nutzen das Internet. Zur Recherche. Zum E-Mail-Schreiben. Zum Bestellen bei Amazon. Zum Arbeiten mit Word, Excel, Powerpoint - Stopp. Das war’s dann auch schon. “Skype brauche ich nicht“, “Kreditkartennummer gebe ich sowieso nicht übers Internet ein“, “meine Informationen gebe ich nicht ins Internet ein“, “neue Leute über das Internet kennenlernen? Das ist doch…”.

ArbeitskollegInnen mit den Thema Social Media (”facebook” oder “twitter“) zu konfrontieren ist immer wieder erfrischend. Als ich über Google Maps, den Visionen und den Zielen vor drei Jahren gesprochen habe, bin ich auf Widerstand gestoßen: “Das wird sich ja nicht durchsetzen!”,Google braucht das ja nur, weil der Aktienkurs steigt“. Auch gestern, als es ums Thema “Twitter” ging: “So ein kleines Ding…

Was ich damit sagen möchte…

Videorekorder Programmierung : Großmutter = Computer : Eltern = Social Media : jetzige Generation

War es der Videorekorder vor einigen Jahrzehnten, der Computer vor einigen Jahren sind es nun die vernetzen Anwendungen, die “Social Media” vor denen viele Leute kapitulieren: “Das tue ich mir nicht mehr an“, “das brauche ich nicht“. Lernstillstand. Die Kapitulation vor dem Neuen, vor der Entwicklung - auch vor der sozialen Weiterentwicklung und vor der Schnelligkeit. Man wird zwar nicht gleich überrollt aber man isoliert sich und ist einige Schritt hinterher - vorallem was das digitalen und vernetzte Denken betrifft. Das Denken, mit dem die neue Generation aufwächst, sich mitentwickelt und das Verständnis, das man ihnen entgegen bringt.

Euro08: sugarmelon in talk with Hans Krankl, Toni Polster and Herbert Prohaska.

June 25th, 2008 by sugarmelon

So. Thuesday night I was at a concert from some austrian singers (Fendrich, Ambros, Willi Resetarits) - further infos in my blogentry. Those three singers were featured by Hans Krankl and Toni Polster, both great football-legends in Austria. There was also Herbert Prohaska in the Stadthalle in the audience.

My interview-know-how is very poor, I know… I will improve, this is interesting. But…, I was very happy to get in contact with Herbert Prohaska, Toni Polster and Hans Krankl and asking them, who will win the Euro 2008. Thanks for your time… Thanks to twitsay this works very fine.

More Euro08 Overflow on sugarmelon.com/euro08

 

Hans Krankl’s tipp: Spain
http://twitsay.com/prrz41

sugarmelon: So, neben mir steht der Hans Krankl…

[...]

s: Europameisterschaft. Morgen Deutschland gegen Türkei. Was ist denn Dein Tipp.
Hans Krankl: Mein Tipp ist Deutschland.
s: Und Russland gegen Spanien?
HK: Spanien.
s: Finale Deutschland Spanien und…
HP: …Spanien.

 

Toni Polster’s tipp: Germany
http://twitsay.com/ipwfjh

sugarmelon: So, Hallo, neben mir steht der Toni Polster. Wir sind gerade am Konzert… Wie hat denn Dir das Konzert gefallen.
Toni Polster: Ja es war eine tolle Veranstaltung, ein tolles Konzert. Die Leute toben. Nochimmer. Obwohl schon weit nach Mitternacht. Es war eine super Veranstaltung. Ich hoffe am Sonntag beim Elton John bekommen wir die ganze Halle noch voller hier.
s: Ich war überrascht, dass du hier gesungen hast. War gar nicht so schlecht!
TP: Ja, können 40000 Käufer irren?
s: So, gemma zum Fussball. Deutschland-Türkei ist morgen. Wer wird denn gewinnen?
TP: Ja ich habe immer gesagt, Deutschland wird Europameister und dabei bleibe ich.
s: Finale Deutschland gegen -
TP: Ja egal, Deutschland im Finale…
s: Danke Toni Polster, schönen Abend noch.
TP: Passt, Seavas!
s: Ciao, baba.

 

Herbert Prohaska’s tipp: Spain
http://twitsay.com/kiruyx (58 sec.)

sugarmelon: SO, Hallo. Herbert Prohaksa steht nun neben mir. Wir sind nun am Konzert…
Herbert Prohaska: Ja, alle haben bis jetzt ganz gut gesungen. Ja, es war sehr schön.

[...]

s: Jetzt ist die Europameisterschaft… Herr Prohaska, wer wird denn ihrer Meinung nach Europameister?
HP: Ja wissen tu ichs nicht, aber ich habe vor der Euro auf Spanien getippt. Die sind noch im Semifinale und ich hoffe, die lassen mich nicht hängen.
s: schauts morgen aus - Deutschland gegen die Türkei?
HP: Naja der große Favorit ist Deutschland, weil die Türken viele Verletzte und Gesperrte haben. Folgedessen sind sie ganz ganz großer Favorit und müssen eigentlich ins Finale kommen.
s: Also Finale: Deutschland - Spanien.
HP: Ja, Und wenn ichs nicht errate, dann hätt ich nichts gegen Deutschland - Russland, weil die Russen super spielen.
s.: Danke Herr Prohaska!

Wolfgang Ambros, Willy Resetarits, Reinhard Fendrich, Toni Polster and Hans Krankl

June 25th, 2008 by sugarmelon

Live in Concert.Live in concert.Live in concert.Live in concert.

40.000 people visited the concert from Ambros, Resetarits, Fendrich feat. Toni Polster and Hans Krankl in the Wiener Stadthalle on Thuesday, June 24 (diepresse.com).

Als ob sich die welt seit Jahren nicht mehr weiter gedreht hat. Schlager um Schlager. Das will das Publikum.

As if the world has not turned around any more for years. Hit after Hit. The audience wants it.

The concert started with three songs from Toni Polster (former football-star in Austria). OK, he might have been a great football-player - as a singer he could not convince me very much not only to the fact, that his performance (three songs) was full-playback.

Wolfgang Ambros
played his most successful songs (”Es lebe der Zentralfriedhof”, “Der Hofa”, “Heit drah i mi ham”) and a duet with Hans Krankl (”Die Rose aus dem Gemeindebau”).

Willy Resetarits 
My absolutly personal highlight. He played with his new band “Stubnblues” new songs on a very high level. Some austrian songs as well as some songs in Croatian and Serbien language. Willy Resetarits understands his performance and convinced in text, music and character.

The audience did not accept Willy Resetarits and band a lot. Resetarits is very different to “Urgesteine” like Wolfgang Ambros and Reinhard Fendrich. The audience cried for “Woiferl” or went out to catch a drink. It was interesting to feel this flurry in the audience. But… as soon as he played three songs of his former project “Ostbahnkurti” together with Hans Krankl (”Goleador”, former football-star in Austria), the audience woke up, cried and clapped the beat. Hm.

Hans Krankl also performed his “Rostige Flügl” with Resetarits & Band.

Reinhard Fendrich
Last but not least, Fendirch performed songs like “Strada del sole”, “Es lebe der Sport”, “Schickaria” and satisfied the audience.

It was an interesting evening. I like Austrian music and - as everyone in Austria-  I know most of the lyrics and melodies by heart. Except Willy Resetarits, there was nothing new - Ambros and Fendrich played their evergreens and are standing still in their music-developement.

 

Euro 2008: Turkish emotions in Ottakring

June 23rd, 2008 by admin

There are about 40.000 turkish people living in Vienna (ORF, Statistik Austria). Ottakring and the area around Brunnenmarkt is one of the most interesting areas where turkish people are living. In this area you can find a lot of very good turkish restaurants, shops, cafes and a perfect athmosphere. I like this area very much, although, I do not prefer the little area around “Yppenplatz” with the newer Cafes.

During the Euro 2008, I watched the turkish-football-games in this district. One match I watched in a small pub, the next one in another pub and the game Croatia-Turkey I spent on the street and in a croatian pub with a good “Karlovacko”.

I am currently doing a Euro08 Overflow project with videos, images, interviews, results, tippgames and other things on www.sugarmelon.com/euro08

It was very interesting and peaceful celebrating together with turkish fans on the street. Talking with them and getting involved in simply watching together a football game. I did not like the last game (CRO-TUR) very much, as too many people went “watching the Ottakringerstrasse” only due to this purpose and waiting until something is happening. This ist not my target.

I enjoyed the turkish celebrations a lot. It was more peaceful, no violence and no alcohol. Also an interesting fact.

Euro08. Overflow. Video-Playlist on youtube.com
Euro08. Overflow. Images on flickr.com

Turkey wins 3-2 against Switzerland in Cafe Sera

Turkey wins 3-2 against Czech Republik in Cafe Kent

 

Euro 2008. Ottakring/Vienna.Euro 2008. Ottakring/Vienna.Euro 2008. Ottakring/Vienna.Euro 2008. Ottakring/Vienna.