Keine Angst vor Selbstentblößung in Social Media. Bitte keine Angstmache!
March 3rd, 2009 by DieterIch habe gerade einen Artikel auf http://www.orf.at/090227-35535/index.html gelesen. Er handelt über die “Selbstentblößung im Social Media Bereich” am Beispiel Facebook. Die Überschriften gehen in diese Richtung:
- Facebook kann den Job kosten
- In der Netzwerkfalle
- Konsumenten zu freigiebig mit Daten
- Facebook Jobkiller?
Ich finde diese Art der Berichterstattung sehr polarisierend. Und zwar geht man hier in die Richtung der Angst- und Panikmache. Man spricht von Cyber-Exhibitionismus, der “unvorsichtige User Kopf und Kragen kosten kann”. Ja, kann er. Sicher. Vorallem, wenn man mit solchen Beiträgen die Stimmung zusätzlich aufheizt und die Masse verängstigt.
“Eine 16-jährige verliert ihren Job, weil sie auf Facebook den Büroalltag als ‘langweilig’ bezeichnet hat.”
Ich finde es gut, wenn man selbst die Freiheit hat, sich seinen Status und seine momentanenen Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Egal ob es positiv oder negativ ist. Ich finde nichts schlimmes daran, wenn jemand schreibt, dass der Büroalltag langweilig ist. Es ist wird nicht gelogen sein und es wird der Wahrheit entsprechen.
Ich habe diese und ähnliche Sachen schon öfter in direkten Gesprächen wahrgenommen. Manager klagen darüber, dass ihre Mitarbeiter ihre Unzufriedenheit in Facebook oder auf Twitter äußern. Ich spüre gleichzeitig Handlungsunfähigkeit und Verzweiflung auf Seiten der Manager und Vorgesetzten. Das ist nicht notwendig.
Was mir in den Berichterstattungen fehlt ist die Aufklärung und das Positive: Keine Angst vor neuen Medien, keine Angst vor der Freiheit und der Meinungsäußerung. Keine Angst davor, daß man sich mit einer Meinung oder einem Bild vor anderen verstecken muß, nur weil es jemanden gut oder schlecht geht und andere darauf vielleicht neidvoll oder frustriert blicken.
Statusmessages sind auch ein Teil von indirektem Feedback - es ist ein indirekter Dialog, der hier geführt wird. Ein schlauer Manager und Vorgesetzter handelt klug. Versucht auf den/die MitarbeiterIn einzugehen und herauszufinden, warum ihm langeweilig ist. Vielleicht gibt es Fehler im Management, die sein/ihr Potential nicht ausschöpfen. Ganz klar, dass dann hier Frustration zum Ausdruck gebracht wird. Und im Endeffekt ist es ein Hilferuf, der nicht mit dem Arbeitsplatzverlust bestraft werden soll.
Es gibt enorme Chancen im Social Media Bereich. Das nicht nur das Unternehmen in Dialog mit Kunden tritt, dass Freunde mit Freunden kommunizieren, sondern, daß man auch innerhalb einer Unternehmensstruktur kommuniziert und man so Mitarbeiter wahrnimmt. Und so wahrnimmt, wie er ist. Es soll nicht so sein, daß man sich verstellen muß.
Das wäre eine soziale Weiterentwicklung, die das Web und 2.0 mit sich bringt - ein Respekt vor der Freiheit und freien Meinungsäußerung. Keine Angst- und Panikmache, die in politischer Richtung sehr rechts gefärbt ist.
Leute, entblößt euch, macht was ihr wollt. Lasst euch nicht unterkriegen.
Wir leben nicht in einer Diktatur und auch nicht in einer kommunistischen Unternehmensstruktur, die Meinungsäußerung und persönliche Stimmung und Ausdruck verbietet.
Wir leben in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit. Keiner darf dafür verurteilt, wenn er schreibt, was er denkt und fühlt.





It was Saturday, 21 February 2009 when the second 









































